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Werkzeug  und Material :

Gravierstichel , Schiefersteine , Knetgummi , ReissnadelSchiefersteine Gravierstichel  Knetgummi      Reissnadel   

Auf dem oben gezeigten Bild sind nur die wichtigsten Werkzeuge abgebildet. Das wären zum einen die Gravierstichel in verschiedenen Formen und Größen. Tip ! Mit etwas Geschick kann man sich dies Stichel auch selber herstellen . Eine Reissnadel zum Anreisen der Konturen der zu gravierenden Figur. und natürlich Knetgummi ( Nicht zum spielen ) Nein ! es dient schlicht und einfach dazu, den Fortschritt der Gravur durch einen Abdruck zu kontrollieren. Bewährt hat sich hier bei mir " Typenreiniger " für Schreibmaschinen, weil dieser nicht fettet und schmiert , leider ist der nicht mehr so leicht zu bekommen .

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Was man sonst noch braucht : Zeichnung , Schleifpapier ,     GEDULD !!

Bsp. Zeichnung


Die obige Zeichnung wurde von Herrn Rudolph Klement gezeichnet für meine Serie " Röm. Mosaikleger "

Natürlich benötigt man auch eine Vorlage für die Figur, die entstehen soll. Das ist dann eine Strichzeichnung, die beidseitig ( Vorder und Rückseite ) auf Transparentpapier gezeichnet wird . Warum Transparentpapier ? Nun eben weil die Figur seitenverkehrt in den Stein graviert werden muss . Man hätte ja sonst Linkshänder oder das ganze Erscheinungsbild der Figur wäre falsch. Und Transparentpapier lässt eben die ganze Zeichnung durchscheinen, somit haben wir dann schon die Negativseite.  

Man kann natürlich heute seinen Computer und eine gute Software zum Verändern der Zeichnung oder gar zum erstellen der derselben verwenden. Da habe ich z.B. von Herrn Rieger ein nettes Programm das nennt sich"PICZOOM" damit lässt sich die Größe einer Figur auf genauestes Maß bringen z.B 30mm.

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Die Vorbereitung der Form :

Am Anfang der Gravur steht erstmal ein wenig Dreckarbeit an. Denn nun müssen die Schiefersteine plangeschliffen werden. Das macht man am besten auf eine absolut geraden und planen Fläche , ich für meinen Teil nehme eine Aluplatte die ich mir bei einem Metallbetrieb habe schleifen lassen, dazu. Auf dieser Platte werden nun die zusammen auf Maß geschnittenen Schiefersteine, mit Hilfe von Schleifpapier, von Hand geschliffen. Man fängt mit einer groben Körnung des Schleifpapiers an und zuletzt verwendet man eine sehr feine Körnung am besten über 1000. um die Steine nicht einseitig zu schleifen, begeht man am besten eine acht im Schleifvorgang und bringt wenig aber gleichmäßigen Druck auf den Stein. 


Die Steine müssen nach dem Schleifen, wenn man sie aneinander drückt, haften bleiben, dann sind sie Plan und fertig für die eigentliche Gravurarbeit

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Jetzt geht es Los !!


Passzapfen anbringen :

Damit beide Formhälften, exakt passgenau aufeinander liegen, müssen nun ,sogenannte Passzapfen in die Form eingebracht werden. Das geschieht folgendermaßen : Man nimmt eine Formhälfte und bohrt zwei Löcher am äußeren Rand des Steins, am besten man bohrt von der geschliffenen Seite nach außen um evtl. Ausbrüche zu verhindern.

Sind nun die Löcher gebohrt, werden die beiden Steine aufeinander gelegt, mit eine Zwinge fixiert, und dann durch die vorhandene Bohrung nochmals mit dem Bohrer angebohrt dh. Man bohrt nur ein wenig auf die zweite Formhälfte, da man hiermit nur den eigentlichen Punkt für den Zapfen anlegen will .

Die Steine werden nun wieder auseinander genommen und auf der Seite mit den Anrisspunkten des Bohrers wird nun mit einem Senker oder einen Krausskopfbohrer eine Vertiefung geschaffen.

Die ganz durchgebohrte Formhälfte wird noch mit den Senker an den äußeren Bohrpunkten angesenkt, so das eine Trichterform entsteht. Beide Steine werden wieder aufeinander gelegt ( Passgenau !! ) und wiederum fixiert. Jetzt werden die durchgehenden Bohrungen mit Hartblei oder einer etwas härteren Legierung ausgegossen. Das Hartblei läuft in die Vertiefungen und formt so die Zapfen auf der zweiten Formseite.

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1. Die erste Formhälfte wird durchbohrt


2. Beide Steine werden nun aufeinander fixiert und mit einer Zwinge befestigt


3. Durch die Bohröffnungen des ersten Steins, wird nun auf den darunterliegenden Stein, angebohrt


4. Die Steine werden nun wieder auseinander genommen und auf der angebohrten Formhälfte, werden die Anrisse, mit einem Krauskopf erweitert.


5. Die Form wird nun wieder fixiert und die Bohrungen werden mit Hartblei ausgegossen.


6. Die Zapfen sind nun fertig angelegt ! Die Form ist nun Passgenau


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Anlegen der Figur :

Nun wird die Figur auf dem Stein angelegt, d.h. man nimmt die Zeichnung legt sie auf den Stein und legt nun den Anguss fest, der sollte mindestens eine Länge von 5-7 cm haben, um ein gutes einfließen der Zinnlegierung, zu gewährleisten. Dann wird ein Steg angelegt der ungefähr um die 2 mm misst. Auf diesem Steg wird nun die Figurenzeichnung fixiert. Wenn man will kann man die Zeichnung ( am besten eine Kopie davon ) auch mit einem Klebestreifen aufkleben, um die Arbeit beim Graviervorgang besser kontrollieren zu können .

Unter die Zeichnung wird nun ein Stück Kohlepapier gelegt und dann werden mit einem Bleistift oder einer Reissnadel nur die äußeren Konturen der Zeichnung nachgezogen . Man sollte diesen Arbeitsgang sehr genau ausführen und Fehler vermeiden .

Das Kohlepapier wird nun entfernt und es ist nun der Umriss der zu gravierenden Figur zu erkennen. Diese Umrisslinie wird nun nochmals mit einer feinen Reisnadel nachgezogen.

Übrigens : die hier entstehende Figur zeigt den " Death Dealer " nach Frank Frazetta

Originalbild " The Death Dealer " von Frazetta


Die Gravurzeichnung für den " Death Dealer "  nach Frazetta, gefertigt von K.Schulte


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1. Die Zeichnung wird ( seitenverkehrt )angelegt


2. ein Stück Kohlepapier wird zwischen Zeichnung und Stein gelegt


3. Die Zeichnung wird nun mit einer Reisnadel oder einem harten Bleistift nachgezogen.


4. Die Umrisse werden mittels einer Reisnadel nochmals auf dem Stein nachgezogen.


Wenn dies Arbeit abgeschlossen ist, folgt nun der Grundstich ( Siehe unten )

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Der Grundstich (Grundfläche ausheben ) :

Mit einem Rund oder auch Bollstichel wird nun die Grundfläche, von der Mitte her, ausgehoben.

Man tastet sich vorsichtig an die Umrisslinien heran ( Vorsicht !! ). Man sollte den Grundstich in der Mitte der Figur etwas tiefer und zum Rand hin weniger tief gravieren, um die Figur an den Rändern nachher, dünner und flacher erscheinen zu lassen.

1. Grundstich ausheben



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Das Relief gravieren :

Nun werden die Einzelteile der Figur in den Grundstich graviert, das geschieht mit sehr unterschiedlichen Sticheln wie z.B. Spitzsticheln für feine Konturen oder aber Bollsticheln ( Runde Stichel ) um Arme und Beine, Falten und sonstige größere Flächen in der Figur zu gravieren .

Dies Arbeit sollt immerwieder mit einem Stück Knetgummi kontrolliert werden um Fehler zu vermeiden . Mit Hilfe von einem Stechzirkel werden die Stellungen der Beine etc. oder auch Abstände von verschiedenen Zeichnungsabschnitten übertragen. Ansonsten kann der Graveur sich nur auf sein gutes Augenmaß verlassen . Man kann sich aber auch hier wieder mit dem durchzeichnen mit Kohlepapier behelfen . Das macht man aber nur bei größeren Teilen der Figur, da kleine Details sehr schwer zu übertragen wären. Diese muss man ob man will oder nicht , freihand gravieren.


Gravieren der Details /Relief :



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Die zweite Formhälfte :

Die erste fertiggravierte Formhälfte wird nun kräftig eingerusst ( am besten nimmt man hierfür eine Petroleumlampe ) . Die zweite Formhälfte wird mit etwas Wasser angefeuchtet und dann mit der eingerußten Formseite zusammengerückt. So entsteht dann auf der nichtgravierten Seite ein absolut deckungsgleicher Abdruck der Umrisse der schon fertigen Formhälfte.

Nun wird wieder der Umriss mit der Reisnadel nachgezogen und wie oben beschrieben, der Grundstich und die Gravur ausgearbeitet.

Nach diesem Arbeitsgang, ist die Gravur ( nach manchmal Tagelanger Arbeit ) fertig .


Erstellen der 2. Formhälfte :

Fertige Formseite wurde eingerußt und die zweite mit etwas Wasser befeuchtet


Beide Formhälften wurden nun zusammengedrückt. Man erkennt deutlich den Abdruck auf der noch nicht gravierten Formseite


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Anguss, Luftkanäle und Bohrungen :

Um die Luft, die unweigerlich beim gießen, in die Form mit einfließt, entweichen zu lassen muss man Luftkanäle, sog. Pfeifen schaffen .

Es werden diese mit einer feinen Reisnadel , von der Figur zur Steinaussenseite gezogen .

Bei Zwischenräumen z.b. Beine oder Arme, wo die Luft nicht nach außen weggeleitet werden kann, werden nun kleine Entlüftungslöcher gebohrt, die von der Rückseite her mit einem kleinen Hölzchen wieder verschlossen werden. Der Raum zwischen dem Hölzchen und der Bohrung ist ausreichend genug um die eingeschlossene Luft entweichen zu lassen.

Nach dieser Arbeit wird nun noch zum Schluss der Angußkanal mit einem sehr breiten Stichel oder einer Feile, gezogen . Dieser sollte an der äußeren Seite breiter werden um die Form besser ausgießen zu können.

Bilder hierzu, folgen !!

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Der letzte Arbeitsgang :

Ganz zum Schluss werden nun noch die Standbrettchen für die Figur festgelegt und mit einem Flachstichel herausgearbeitet. Ich für meinen Teil nehme hierfür eine Fräsmaschine , das hat den Vorteil das es schneller geht und die Form der Standbrettchen immer gleich tief und rund ist .

Es werden jetzt noch die Bezeichnungen für die Figur, seitenverkehrt eingraviert d.h. Figuren Nr. , Zeichner, Herausgeber und Graveur.

Bilder hierzu, folgen !!

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Die Form ist nun fertig für den Guss ! Wies geht ?? Hier wird’s gezeigt !

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